TYPO3: Deutschlands beliebtestes CMS?

Thomas Berscheid

Mit Thomas Berscheid, TYPO3 Entwickler

TYPO3 gehört zu den beliebtesten Content Management Systemen in IT-Abteilungen in Deutschland und auf dem europäischen Festland. Das 1998 von dem Dänen Kasper Skarhoj veröffentlichte Open-Source CMS TYPO3 hat über 500.000 registrierte Nutzer und ist – trotz niedriger Nutzungsrate in Großbritannien – mittlerweile in 51 Sprachen erhältlich.

Simon Grimshaw, der Lead IT Consultant von Energie Recruitment Solutions in Deutschland hat sich mit dem TYPO3 Guru Thomas Berscheid in Köln getroffen. Er hat fast 20 Jahre Erfahrung mit Codierung und Programmierung und nahm sich freundlicherweise die Zeit, die Nutzen, Vorteile und Funktionalität seines PHP-Systems zu erörtern.

 


SG:
Als Erstes, Thomas – was sind die Hauptvorteile von TYPO3?

TB: TYPO3 ermöglicht dem Nutzer, jedes auftretende Problem sowie die Wirkung, die jede Komponente auf die Lösung hat, genau zu verstehen. Man kann direkt auf den gesamten Quellcode blicken und versteht, warum man gewisse Protokolle und Regeln befolgen muss. TYPO3 Extensions halten sich an strikte Coding-Richtlinien und basierend auf diesen Richtlinien muss man jede Formel spezifisch benennen. Somit erklärt sich alles von selbst und das macht jedes Projekt einfacher.

SG: Drupal, Joomla und WordPress sind in Großbritannien sicher weiter verbreitet. Wie sind diese mit TYPO 3 vergleichbar?

TB: In der Codierung und Anwendung ist es wahrscheinlich Joomla am ähnlichsten. Jedoch kann Joomla nicht so leicht modifiziert oder erweitert werden, aber bei designfokussierten Unternehmen ist es beliebter als bei Shop-, Content- oder Daten-Firmen. Joomla ist sicherlich mehr ein FrontEnd fokussiertes CMS, während der Fokus bei TYPO3 mehr auf Inhalt, Struktur und Effizienz liegt. typo3

SG: Welche Firmen würden von TYPO3 profitieren?

TB: : Firmen, die eine Webseite wollen, die ständig geändert, verbessert oder erweitert werden soll. TYPO3 ist leicht anpassbar und veränderbar, im Gegensatz zum Microsoft Technology Stack. Erweiterungen, zusätzliche Module, Anwendungen und Slider sind viel leichter zu implementieren und das ist von Vorteil für schnell wachsende und sich entwickelnde Firmen. Dazu kommt, dass aufgrund seiner Beliebtheit mehr Developer damit vertraut sind und es verstehen, und mehr Leute haben Zugang zu den Ressourcen und können es erlernen. TYPO3 kann von jedem genutzt werden, vom Einmannbetrieb bis zur multinationalen Organisation; wahrscheinlich, weil es preiswert ist, die Anwendungen und Module zu erweitern, zu vergrößern und zu wechseln.

SG: Also, ganz wichtig – wie leicht ist es zu erlernen?

TB: Sehr leicht! Ich würde einen 1-wöchigen Kurs empfehlen, um die Basics zu lernen, und höchstens 2 Monate Selbststudium, um das System komplett zu beherrschen. Grundkenntnisse von PHP, MySQL und JQuery wären hilfreich, aber sind nicht unbedingt notwendig, da TYPO3 eine eigene Sprache hat. TYPO3 ist gut dokumentiert sowie sehr gut strukturiert und erklärt, welche Auswirkungen alle Eingaben auf das System haben. Deshalb kann es jeder erlernen, der die richtige Einstellung mitbringt.

Ich würde es zu 100 % empfehlen!